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(26.02.2017) Frank Gobbers

Vorher/Nachher

Projekt: "Meine Eltern, ihre Kilos und ich"

Hallo. Ich bin Frank Gobbers, 36 Jahre und wohne mit meiner Familie in Heinsberg.

Schon in meiner Jugend habe ich Sport getrieben. Tischtennis, Tennis, Fußball, alles was dazu gehört. Aber auch schon immer war ich nicht schlank. Ich war immer schon korpulent, wenn nicht sogar dick - zu dick. Mein Gewicht ging mal rauf, mal runter und dann wieder mehr rauf als runter.

In der Schule hatte ich deshalb weniger Probleme (ich hatte halt gute Freunde ;-)), aber beim Sport merkte ich das immer wieder. Und so hatte ich mit meiner Mutter schon in der Jugend einige Diäten ausprobiert. Die einen mehr, die anderen weniger erfolgreich.

Zusammen mit meiner Frau Sandra hatten wir unsere auf und ab im Punkto „Gewicht“. Sandra wurde schwanger und ich gleich mit. Nein, ich bekam kein Baby, ich aß einfach mit und nahm ein paar Kilo zu.

Nach der Schwangerschaft mussten und wollten wir beide die Pfunde wieder abtrainieren und uns durch die eine oder andere Diät quälen.

Wie gesagt so getan. Nach einiger Zeit hatten wir auch die Pfunde wieder runter und Sandra wurde erneut Schwanger. Genau wie beim ersten Mal ich auch. Nicht das das schlimm war, nein wir freuten uns. Zu unserer wunderbaren Tochter, bekamen wir auch einen wunderbaren Sohn.

Nur diesmal fehlte uns der Ehrgeiz die Pfunde wieder zu verlieren. Diesmal war es nicht so einfach.

Auch mit meiner beruflichen Umstellung wurde es nicht einfacher für uns. Ich machte weniger Sport, das Essen war eher ungesund und unregelmäßig.

Eines Abends kam ich dann von der Arbeit und Sandra sagte mir: „Schatz, morgen kommen 2 Frauen zum Frühstück und möchten mit uns reden.“ Ich dachte mir erstmal nichts dabei und ließ die Dinge auf mich zu kommen.

Der nächste Morgen kam und die Frauen auch. Sie waren vom Fernsehen. Ich schaute meine Frau an und war erstmal fassungslos. Sandra hatte uns bei einen Projekt beim Fernsehen beworben. Ich fragte warum und sie sagte, dass sie es aus reiner Ratlosigkeit gemacht hat.

Die Sache kam ins Rollen. Die Frauen stellten Fragen und wir gaben Antworten. Aber auch ich hatte Fragen. „Worum geht’s in der Sendung?“, „Wer ist das Gesicht bei der Sendung?“, „Was müssen wir machen?“. All das war nur der Anfang.

Die Frauen kündigten sich erneut an. Es wurden wieder Fragen gestellt und auch ein paar Fotos wurden von uns, unserem Haus und unseren Kindern gemacht.

Wir waren in einer engeren Auswahl.

So ging das ein paar Mal. Immer irgendwie anders. Dann ein Interview, dann nur ein Gespräch. Aber die engere Auswahl wurde immer kleiner. Die letzten 50, die letzten 30, die letzten 20, die letzten 10, die letzten 5.

Wir wussten nichts mehr, aber es war bis dahin schon sehr interessant. Wer kommt schon in so eine Situation. Dann hörten wir eine Zeit nichts mehr und wir gaben die Hoffnung auf unser Glück auf.

Doch dann bekamen wir den Anruf und wir sollten für uns und 2 Personen ein Frühstück vorbereiten. Es sollte ein weiteres Gespräch stattfinden „Es ist noch nicht klar“ und Sie bräuchten noch mehr Informationen über uns. Wir bereiteten das Frühstück vor und waren gespannt auf die Fragen und was uns noch erwartete. Die Damen ließen sich Zeit und verspäteten sich ordentlich. Dann klingelte es. Ich war unten im Büro und Sandra öffnete die Türe. Ich hörte Sandra mich rufen und ging hoch.

Was da vor der Tür stand war unglaublich, aber wahr. Ein komplettes Kamerateam und Felix Klemme stand vor unsere Tür und überraschte uns mit der Botschaft, dass wir für dieses neue Projekt genommen wurden. Felix Klemme. Uns fehlten die Worte und tatsächlich, wir waren dabei.

Das Frühstück war aber nicht ganz ein Faik. Wir und Felix frühstückten bevor die Reise begann. Nach dem Frühstück, wurden wir auf den Kopf gestellt. Gewicht und Fitnesscheck stand auf den Plan. Wir fuhren mit dem Fernsehteam nach Köln. Mit 34 Jahren ging ich mit 115,5 kg durchs Leben. Eine extreme Belastung für die Knochen und Organe. 115,5 kg war mein Startgewicht bei „Meine Eltern, Ihre Kilos und ich“.

Ein weiterer Drehtag stand an und Felix Klemme inkl. Kamerateam ging mit uns einkaufen. Wir wurden belehrt was gesund ist und was nicht. Im Grunde wussten wir es ja, aber uns fehlten die Ideen und die Motivation. Nach dem Einkaufen wurde noch gekocht und gemeinsam gegessen. Es war anders als das gewohnte Essen, es war nicht so viel. Es war nicht ganz unseres. Aber auch dieser Tag sollte ein Ende haben und Felix ging aus der Türe, um noch etwas zu holen. Wir warteten und Felix klingelte. Er hatte etwas mitgebracht.

Es war ein Mann, der sich erst versteckte. Mit den Worten: „Das ist eurer Personaltrainer, Markus Glaetzner. Er wird mit euch 6x die Woche, 1,5 Stunden trainieren.“ verabschiedete sich Felix Klemme. Der Mann trat hervor und stellte sich uns vor.

Der erste Eindruck: Wir waren etwas geschockt. Ein Mann, vollkommen durchtrainiert, einen rasierten Kopf, ein wenig beängstigend. Nun gut, jetzt war er da. Wir hatten noch ein Interview und auch Markus gab sein Interview und dann verabschiedete sich das Kamerateam. Markus wollte noch etwas bleiben und uns etwas näher kennen lernen. Wir fühlten 2-3 Formularen aus und unterhielten uns über das Projekt, unserer zukünftiges Training mit ihm und was wir so von ihm erwarten. Das hatte so noch keiner gemacht. Ich bemerkte, dass Markus strukturiert und diszipliniert war.

2 Tage später war das erste Training. Dank unsere Familie, die während des Trainings auf unsere Kinder aufpassten, konnten wir auch daran teilnehmen. Danke liebe Familie.

Abgestimmt auf unsere körperlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten, begann Markus unser gemeinsames Training. Am Anfang eher leicht und das merkte Markus direkt und steigerte die Intensität. Mit und mit wurde es anstrengend und der Schweiß rollte vom Gesicht.

Wir änderten unser Leben.

Der erste Eindruck stellte sich als falsch dar. Markus war ein einfühlsamer Mensch. Er freute sich mit jedem unserer Erfolge, aber nahm sich auch unseren Wehwehchen an, die mit steigender Intensität häufiger wurden.

Seit dem Tag, an dem wir Markus kennen lernten, hatten wir von Felix ein Ziel gesetzt bekommen. Wir bemerkten an unseren Sachen, dass wir Fortschritte machten und das steigerte unsere Motivation, dennoch gab es Tage, an denen wir auf Training nicht so viel Lust hatten. Markus hatte aber immer die passenden Worte, uns nicht nur für dieses Training zu motivieren. Nein er hatte Worte, uns für das Training allgemein zu begeistern. Auch für uns nicht einfach lösbare Übungen, wie gut 400 Stufen 3x hoch und runter oder Laufen (3-6KM) meisterten wir nach den Worten „Alles ist möglich“.

Schnell wurde dieser Satz zu unserem Leitfaden. „Alles ist möglich“. Ich glaube, dieses Moto kann man für jedes Problem anwenden. Wir hatten nicht nur den sportlichen Ehrgeiz, wir hatten auch den Ehrgeiz uns gesund und ausgewogen zu ernähren. Beides zusammen brachte uns mehr und mehr zum Erfolg.

Der Sport war keine Aufgabe oder Verpflichtung mehr. Der Sport machte immer mehr Spaß. Wir freuten uns schon auf die nächste Einheit, auch wenn wir gerade erst von der einen schweißtreibenden Einheit nach Hause kamen.

Der ärztliche Besuch bei Dr. Kurscheid stand an. Blutabnahme und der Leistungscheck wurden wie beim ersten Mal vorgenommen. Neu war der Venencheck. Die Ergebnisse wurden uns nicht verraten, aber wir konnten sehen, dass wir auf dem Ergometer eine bessere Figur gemacht haben, als zu Anfang.

Das Training zeigte Erfolg.

Das Halbfinale war gekommen. Wir wurden zu einem Loft bestellt, wo wir Felix und das Kamerateam trafen. Unser Ziel von 29 kg Gewichtsabnahme sollten wir geschafft haben, dennoch wussten wir nicht was heute passieren würde.

An Hand der Ergebnisse wurde uns vor Augen geführt, wie wir uns in der Zukunft verändern würden, wenn wir unser altes Leben vorgesetzt hätten und was wir durch unser Training schon verändern konnten. Es war ein wenig niederschmetternd, wie wir gelebt haben. Umso erfreulicher war zu sehen, was wir bereits erreicht hatten und was wir noch erreichen können. Die Motivation stieg noch mehr. Wir wollten unser Leben nicht so einfach aufgeben.

Felix und auch das Kamerateam waren begeistern. Wir hatten in nur 3 Monaten zusammen 34kg abgenommen. Was für ein Erfolg. 5kg mehr als gefordert. Wir waren stolz wie Oscar.

Nach dem Interview ging das Programm weiter. Felix hatte sich während des Interviews zurückgezogen und sich ein neues Ziel für das Finale ausgedacht. Felix gab uns das neue Ziel. Weitere 34kg in 3,5 Monaten sollten es wieder sein. Schock. Nochmal so viel? Das Ziel schien für mich zu hoch. Klar kann man am Anfang viel abnehmen, weil man genug zum Abnehmen hat, aber nun hatten wir eine neue Herausforderung.

Mit der neuen Aufgabe im Gepäck fuhren wir nach Hause und zum Training mit Markus. Markus war stolz auf uns und nahm uns erstmal in die Arme. Herzensgut wie immer. Mit dem neuen Ziel hatte Markus anscheinend auch keine Probleme. Ich sagte ihm meine Bedenken und er zeigte uns nur, was wir bis dahin schon erreicht hatten.

Ein Motivator, wie kein Zweiter.

Mit neuer Motivation und neuer Aufgabe ran ans Training. Markus passte unseren Trainingsplan an. Krafttraining, Laufen und Mobilität hatten uns von Anfang an begleitet und wurde wieder eingebaut, nur irgendwie anders.

Während der der ganzen Zeit konnten wir durch Markus Fortbildungen profitieren.

Food-Coach, Functional Training Coach, Fitness- und Gesundheitstrainer (B-Lizenz) und irgendwas mit Faszien quälen, all das begeisterte Markus und uns und wir wurden durch Erzählungen direkt mit unterrichtet, was uns zu Gute kam. Hin und wieder kamen wir auch in den Genuss, dass Markus unsere Faszien quälte. Mit kleinen aber lösbaren Aufgaben beschäftigten wir uns nicht nur mit Ernährung und Sport, wir lernten auch ein wenig unseren Körper kennen und wie er funktioniert, natürlich in Bezug auf Sport und Ernährung (z.B. was sind Faszien? Was sind Mikronährstoffe?).

Das neue und intensivere Training brachte auch neue Erfolge. Wir wurden weniger bis gar nicht mehr krank und - das schlimmste - wir hatten nichts passendes mehr Anzuziehen. Wir mussten uns neu einkleiden.

Ich mochte langsam aber sicher das Laufen immer mehr, woran ein halbes Jahr vorher nicht dran zu glauben war. Auch das Krafttraining zeigte sich immer mehr. Es wurden Muskeln sichtbar und spürbar, was mich noch mehr motivierte. Endlich ein paar Muskeln, die man auch sehen konnte. Ganz einfach gesagt, es war die beste Zeit, die wir sportlich je hatten.

Motivation und Ehrgeiz waren immer noch da und das Finale rückte unaufhaltsam näher.

Beim letzten Drehtag zu Hause, wurden wir von einer Stylistin eingekleidet. Elena Meer (die Stylistin) war sehr sympathisch und hatte sich, von uns einen Eindruck gemacht, bevor es daran ging, Shoppen zu fahren und die ausgewählten Klamotten anzuprobieren. Und wir wurden fündig. Selbst ein Tag vor den Finale, machten wir noch einen langen 12km Lauf. Der machte Spaß und Markus fand noch ein paar passende Worte für das Finale.

Das Finale…

Wir wurden erneut zu einem Loft eingeladen. Felix, das Kamerateam und noch mehr Leute waren bereits da als wir ankamen. Unsere innere Unruhe stieg. Dennoch wurden wir herzlich empfangen und begrüßt. Nach kurzem Small-Talk, wurden Sandra und ich getrennt in 2 Zimmer verwiesen. Unsere Garderobe war bereits in diesen Zimmern. Nach und nach konnte ich vertraute Stimmen hören. Unsere Familien und Freunde waren auch eingeladen worden, um unser Finale mitzuerleben. Auch Markus, der mittlerweile zu einem guten Freund geworden war, war selbstverständlich da.

Einige gaben ein Interview und was wir so mit hören konnten berührte mein Herz. Ich hörte was von „wie eisern wir waren“ und etwas über unsere Durchhaltekraft. Allgemein waren alle irgendwie stolz auf uns. Und ehrlich gesagt, dass war ich auch. Wir hatten so viel erreicht.

Hatten wir unser Ziel erreicht? Da kam die Ungewissheit wieder hoch. Die Show ging los.

Ich wurde heraus gerufen, Sandra war noch in ihrem Zimmer. Alle saßen zusammen auf einem riesigen Sofa, Felix stand vorne an einer großen Leinwand, mehrere Kameras waren auf mich gerichtet. Es war erstmal ein merkwürdiges Gefühl.

Nach kurzer Zeit, wurde Sandra aus ihrem Zimmer gerufen. Da kam sie auch. Wir beide strahlten uns an. Wir hatten uns gegenseitig noch nicht mit den neuen Sachen gesehen. Es war ein anderer Style. Wir beide waren anders geworden. Wir hatten nicht nur eine neue Garderobe, wir hatten ganz neue Lebensenergie.

Auf zum Wiegen. Erst ich, dann Sandra. Felix hielt die Spannung hoch. Die ersten 34 kg und die geforderten 34 kg, also 68 kg sollten es insgesamt sein. Haben wir es geschafft?

„81kg.“ Nochmal „81 kg“ kamen aus Felix Mund. Ja wir hatten es nicht nur geschafft, wir hatten es übertroffen – wir hatten uns übertroffen!!! Alle - Felix, unsere Familie und Freunde - nahmen uns in den Arm. Wir alle waren glücklich. Es war aber nicht nur die Zahl „81 kg“, es war vielmehr - dass wir es erreicht haben, was wir uns vorgenommen hatten. Und so bestätigte sich unser Leitfaden:

„Alles ist möglich“

Es hagelte weitere Interviews und Umarmungen. In einem Interview gab ich den Leitfaden wieder. Ich denke immer noch, dass wenn jemand ein Ziel hat, alles möglich ist, solange er dafür kämpft und daran glaubt. Der letzte Drehtag ging vorbei und wir fuhren nach Hause.

Nach den Dreharbeiten hatten wir weiterhin Kontakt mit Markus und trainierten weiter mit ihm, leider nicht mehr so häufig und so mussten wir einen Teil des Trainings selber absolvieren. Wir hatten ein neues Ziel. Markus wollte mit mir in Hamburg beim Urbanathlon-Lauf teilnehmen. Verrückt. Ja, aber auch das haben wir durchgezogen.

Es war unglaublich.

Über 4400 Läufer standen am Start und ich mitten unter ihnen. Markus an meiner Seite. 1000 Treppenstufen, eine 12 km Strecke mit insgesamt 16 Hindernisse stellten sich uns in den Weg. Aber wie gesagt „Alles ist möglich“. So habe auch ich diese Herausforderung gemeistert. Am Ende wurde ich 1122er, was für mich besser war, als ich es mir gedacht hätte.

Auch haben wir im Jahr 2016 erstmalig versucht, das „Deutsche Sportabzeichen“ zu absolvieren. So wie unsere Tochter schon im Jahr zuvor das goldene Abzeichen bekam, haben wir drei es auch geschafft und somit auch das Familien Sportabzeichen in Gold bekommen. Nächstes Jahr darf unser Sohn auch und wir versuchen es alle 4.

Allem in Allem, haben wir Markus unsere sportlichen Leistungen zu verdanken. Ohne ihn und seine Erfahrungen, seine Worten, seine Geduld, sein sportliches Engagement und seine Motivation hätten wir es nicht so weit geschafft.

Wir haben die Zeit genossen und geliebt.

Vielen Dank von deiner Familie Gobbers

   
© Markus Glaetzner