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(04.08.2016) Sandra Gobbers

Vorher/Nachher

Projekt: "Meine Eltern, ihre Kilos und ich"

Mein Name ist Sandra Gobbers und ich möchte Euch hier meine Geschichte erzählen, die mein Leben verändert hat.

Vor dem ersten Training mit Markus und meiner Chance, mein Leben wieder in die Hand zu nehmen, bestand jeder Tag daraus zu hoffen, dass er bald vorbei ist. Ich habe jeden Moment genutzt, um zu schlafen. Manchmal sogar nach dem Aufstehen den Rest des Vormittags, ich wollte einfach der Welt entfliehen. Ich habe da so tief drin festgesteckt, dass ich selbst nicht mehr rauskam und dort auch zugrunde gegangen wäre. Meine Psyche war alles andere als stabil und ich hatte einige sehr dunkle und tiefe Momente, die auch meine Familie sehr mitgenommen hat. Ich habe verlernt zu leben, mein Leben zu genießen. Meine Ernährung bestand aus Milch 2-3 Liter am Tag, ich brauchte 2 Gläser Nutella in der Woche ( 800g), ich aß dazu natürlich viel Brot. Und ein Abendessen bestand gerne mal aus Schoko-Cookies, Doppelkeksen, Snickers und Milch. Das Bett, das Sofa, der Fernseher und mein Handy waren stets um mich.

Als ich mich dann im Sommer bei Felix Klemme seinem Projekt für Familien bewarb, dachte ich eh nicht das wir (ich) überhaupt eine Chance hätten. Als wir dann jedoch immer mehr in die engere Wahl kamen dachte ich oft „sollte ich etwa auch einmal Glück haben?“. Ich habe damals noch nicht verstanden, was ich schon die ganze Zeit für ein Glück habe mit meiner Familie und meinem Leben.

Dann kam der Tag: wir wurden überrascht, wir waren echt dabei, wir bekamen eine Chance, alles zu ändern. Es war, als würde mir ein Stein vom Herzen fallen.

Nachdem wir dann Internet Recherche betrieben hatte, um uns den genannten Ernährungsstil (Paleo) näherzubringen, stellten wir unsere Ernährung komplett um. Nachdem unsere alten Lebensmittel verschenkt oder noch aufgebraucht wurden, starteten wir voll durch. Dabei muss ich erwähnen, dass ich sehr froh war, meinen Mann an meiner Seite gehabt zu haben, der voll mit zog. Ich hatte in den ersten 4 Wochen sehr zu kämpfen, durch diverse Arztbesuche und durch den Zuckerentzug.

Jedoch gab es eine Sache auf die ich mich jeden Tag gefreut habe: unser Training mit Markus. Ich habe früher viel Sport getrieben, hatte mich jedoch fast 5 Jahre nicht mehr bewegt, wie z.B. eine kleine Runde mit dem Hund spazieren gehen. Das zeigte sich am Anfang des  Trainings enorm. Ich stand mir (und noch heute manchmal) selbst im Weg. Dann sagt mir mein Kopf „ich kann das nicht“. Es war ein harter Weg, dem Kopf den Mund zu verbieten und es einfach zu machen. Ich stellte dann immer öfter fest, dass ich es doch kann.

Wir haben am Anfang viele Stabilisierungsübungen gemacht. Einbeinstände waren da meine absolute Achillesferse. Jedoch mit viel Übung klappt das jetzt richtig gut. Kleine Laufeinheiten zwischen ein paar Übungen haben sehr viel von mir abverlangt.

Irgendwann kam Markus mit der Botschaft „wir gehen laufen“! Ich (ja und auch mein Mann) bin fast aus allen Wolken gefallen. Mein absoluter Horror war schon immer Joggen. Ich konnte das einfach nicht - ich fand es furchtbar. Egal da mussten wir durch.....Am Anfang fing ich an mit Walken und dann Mini strecken versuchen zu laufen – immer mal so 10m. Diese 10m haben sich angefühlt, als würde ein Waal versuchen Ballett zu tanzen. Stück für Stück tasteten wir uns voran. Markus wusste immer genau, wo er mich abholen mussze. Und plötzlich packte mich der Ehrgeiz ich wollte auch laufen - so wie mein Mann. Eines Abends knackte ich sie - das erste Mal die 6km am Stück! Ich war so wahnsinnig stolz, so happy an dem Abend als wir zurückkamen, so fertig, aber so wahnsinnig glücklich. Ich lief zwar ein langsames Tempo, aber ich lief und das war für mich schon fast ein Wunder. Und für Markus wieder eine Herausforderung, mich dort nicht ausruhen zu lassen. Denn ich konnte eigentlich schon mehr, die Kunst das zu erkennen, ob jemand soweit ist, um den nächsten Schritt zu gehen, oder jemand wie ich der sich aus Angst zurückhält, aus der Reserve zu locken, diese Kunst beherrscht Markus wirklich gut und er musste das oft anwenden.

Auch das Krafttraining war am Anfang echt eine Herausforderung und Überwindung. Und nun gehört Krafttraining zu einem festen Bestandteil unserer Woche. Vor allem die großen 4: Kreuzheben, Bankdrücken, Rudern und Kniebeugen wobei letztere uns heute noch einiges abverlangen. Aber auch da hat uns Markus herangeführt. Wichtig war uns - und da waren wir mit Markus seiner Einstellung konform - dass wir auch genau wissen was wir da machen und warum. Kleine Wochenaufgaben vertieften auch unser Wissen über unseren Körper und so auch unser Verständnis über das was uns gut tut.

So passte Markus unser Training immer mehr an. Wir steigerten unser Pensum und trainierten nun 2x die Woche Krafttraining , einmal Funktional Training, 2x Laufen und 1x Treppen-Workout. 6x die Woche zu trainieren ging uns in Fleisch und Blut über! Was die Ernährung betrifft, blieben wir weiterhin „clean“ nach Paleo und es ging uns nie besser.

Das erste Mal Treppen-Workout hat mir gezeigt, dass ich noch lange nicht so fit war, wie ich eigentlich schon dachte. Ein Treppen-Workout ist mit nichts vergleichbar, wenn die Beine zittern und man denkt es geht nichts mehr. Die Treppe bringt mich auch heute noch an meine Grenzen. Ich habe die 402 Treppen am Anfang gehend 3x absolviert und kann diese jetzt 3x hoch Joggen als Intervall und da bin ich mega stolz drauf.

Noch ein tolles Gefühl ist, wie ich jetzt mein Leben sehe, wie ich jede Minute genieße. Tagsüber eine Runde Schlafen gibt es heute nicht mehr, denn ich möchte mein Leben nicht mehr verschlafen!!! Ich will Leben! Und jeder Tag ist lebenswert, ich liebe es Sport zu machen ich reite wieder, denn ich habe mein Gewicht von 128,5kg auf momentan 84kg gesenkt und könnte Bäume ausreißen.

Das Projekt neigt sich zwar dem Ende zu aber ich habe noch einige Ziele, die ich verwirklichen möchte. Und darauf freue ich mich.

Ich danke Markus dafür, dass ich nun richtig laufen kann (mittlerweile sogar 12km am Stück), dass ich ein Treppen-Workout rocken kann, dass ich Krafttraining lieben gelernt habe, dass ich mir ein Leben ohne Sport und gesunder Ernährung nicht mehr vorstellen kann, dass ich wieder lebe.

 Aber vor allem danke ich Markus für jeden Arschtritt den er mir verpassen musste, um aus mir raus zukommen, und das er immer an mich geglaubt hat, auch wenn ich es nicht tat. Das er 6x die Woche mit uns gekämpft hat und uns dahin gebracht hat, wo wir jetzt sind und noch sein werden.

Wenn euch Markus sagt „ALLES IST MÖGLICH“, dann hat er recht! Legt los, nutzt Eure Chance an jedem Ort zu jeder Zeit zu jedem Wetter.

   
© Markus Glaetzner